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„Persönliches Budget“ - Mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Handicap

Gabriele Blum und Claudia Apel von den Ambulanten Diensten der Zieglerschen berichteten Anfang November im Gemeindehaus St.Fidelis in Sigmaringen zusammen mit Sabine Neufeldt vom Betreuungsverein SKM Zollern und Sandra Schauenburg, ehrenamtliche Betreuerin beim SKM Sigmaringen, von ihren Erfahrungen mit dem „Persönlichen Budget“.

Mit dabei war auch der Bruder von Sandra Schauenburg, Thomas.
Dessen Leben änderte sich vor 10 Jahren dramatisch. Damals diagnostizierten die Ärzte bei ihm eine Hirn- und Hirnhautentzündung.Thomas (Tommi) fiel damals ins Koma, und niemand wusste, ob der damals 28-Jährige jemals wieder aufwachen würde.Seit jener Zeit ist Thomas schwerstbehindert und an den Rollstuhl gefesselt. Seine Schwester Sandra ist seine rechtliche Betreuerin, und sie hat für ihren Bruder einen Weg gefunden, dass dieser sein Leben so gestalten kann, wie er es möchte.
„Persönliches Budget" heißt die Geldleistung, die beantragt werden kann.
Denn auch ein behinderter Mensch möchte am gesellschaftlichen Leben teilhaben, möchte einmal ins Kino oder Konzert gehen, Freunde treffen, eine Urlaubsreise machen, oder aktiv in einem Verein mitmachen.
Vielleicht möchte er im Erwachsenenalter auch aus dem „Hotel Mama" auziehen und wünscht Hilfe und Unterstützung für ein eigenständiges Leben. Hilfe beim Einkaufen, beim Kochen, beim Aufräumen, beim Saubermachen oder beim Wäschwaschen. Diese Hilfen kann er sich mit der Geldleistung, dem persönlichen Budget, „einkaufen". Natürlich nicht die oben erwähnte Urlaubsreise.Für die muss er, wie jeder andere auch, sparen.Aber die geschulte Begleitung für die Reise, die kann er dank des „Persönlichen Budget" einkaufen – so wie es Tommi über „Die Zieglerschen" macht.

Für viele der 25 Zuhörer war dies neu, und interessiert hörten sie dann von Sabine Neufeldt, wie ein Antrag für ein Persönliches Budget zu stellen ist.

Es beginnt zunächst mit der Bedarfserfassung, welche die Grundlage für das „Persönliche Budget" ist.
Zusammen mit seiner rechtlichen Betreuerin stellt der Betreute einen Antrag bei der zuständigen Behörde; in der Regel ist dies das Kreissozialamt.Auf dem Antragsformular kann der Betreute auch seine Wünsche frei formulieren. Diesem Antrag fügt der Antragsteller eine Aufstellung bei, in welcher genau beschrieben wird bei wem er seine Leistungen einkaufen möchte.Somit ist bekannt was es kostet, da die Preise beim Anbieter selbst erfragt wurden.
Die zuständige Behörde lädt dann zu einem Hilfeplangespräch in welchem dann über das Persönliche Budget beraten wird. Bei diesem Gespräch wird der Antragsteller von seiner Betreuerin (Budgetassistentin) oder einer Person seines Vertrauens begleitet. In disem Gespräch wird festgelegt, welche Ziele mit dem Budget erreicht werden sollen und welche Hilfen dafür eingesetzt werden können.Bei Einigung mit der Behörde wird eine sogenannte „Zielvereinbarung" abgeschlossen, in der alle genehmigten Leistungen aufgelistet sind. In dem darauf folgenden „Bescheid", den die Behörde zuschickt steht dann, dass das Persönliche Budget genehmigt ist, wofür es gezahlt wird, und wie hoch es ist.
Das Persönliche Budget wird dann monatlich überwiesen, und die rechtliche Betreuerin unterstützt den Betreuten bei der weiteren Planung und bei der Einteilung des Geldes.
Somit kann ein Mitbürger mit Handicap sein Leben so gestalten wie er es möchte – wie alle anderen Menschen auch.
Das Beratungsangebot wird gefördert durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und dem SKM Diözesanverein Freiburg.

Für weitergehende Beratung oder Unterstützung:
SKM Zollern -Frau Sabine Neufeldt- Tel.: 07471-933240, Email:info@skm-zollern.de, Internet: www.skm-zollern.de

von Bernd Bouillon, vom 14.11.2016

"Das Heeresmusikkorps aus Ulm lässt es krachen"

Show können sie ebenfalls prächtig: Vier Klarinettistinnen des Heeresmusikkorps 10 aus Ulm gaben beim Benefizkonzert für den 30 Jahre alt gewordenen Betreuungsverein SKM-Zollern eine umjubelte Zugabe.  

Als wahrer Publikumsmagnet erwies sich das festliche Konzert, zu der das SKM-Zollern anlässlich seines 30jährigen Bestehens in die Stadthalle geladen hatte. Den musikalischen Gruß zum Jubiläum entboten 55 Musiker des Heeresmusikkorps 10 aus Ulm unter der Leitung von Oberstleutnant Matthias Prock mit einem facettenreichen Programm, das eingerahmt von zwei traditionellen Militärmärschen durch viele musikalische Welten führte.

Bereichert durch sanfte Töne der Harfenistein Nina Bahmann und das exzellente Spiel einiger Solisten, bestätigten die Musiker des Sinfonischen Blasorchesters wieder einmal ihren ausgezeichneten Ruf. Der einleitende traditionelle Marsch „Excelsior Alemannia“ erklang feierlich und schwungvoll und war die richtige Einstimmung für die Festveranstaltung. Mit dem Stück „Celebration“, einer abwechslungsreichen Komposition des Engländers Philip Sparke mit verschiedenen Themen und Phrasen, stellten die Instrumentalisten in den edlen silbergrauen Uniformröcken ihr glänzendes Können und ihr Temperament unter Beweis.

Drei Dramen leben auf

Die Festmusik eröffnete mit einer strahlenden Fanfare, mündete nach mehreren Soli in ein Presto und endete mit einem feurigen Prestissimo. Bei dem folgenden, melodisch reizvollen Stück „Chanson de Martin“ von Edward Elgar durfte das Publikum in verträumten Klängen schwelgen. Harfe und Soloklarinette hatten hier ihren großen Auftritt. Mit Leichtigkeit, Schwung und Präzision ließ das Orchester mit „Shakespeare Pictures“ von Nigel Hess drei Dramen des Dichters in Bildern aufleben. Der renommierte Filmmusik- und Theaterkomponist hat in der dreisätzigen Suite Auftragskompositionen für Prinz Charles zur Erinnerung an seine Großmutter eingebaut. Bunte Tanzszenen im wiegenden Walzertakt, Liebesduette, unterstützt von zarten Harfenklängen und zum Schluss pompöse römische Fanfarenklänge zeigten anschaulich die Welt der Werke von Shakespeare.

Im Wechsel führten Dirigent Oberstleutnant Matthias Prock und Stabsfeldwebel Thomas Schütte bestens gelaunt durch das abwechslungsreiche Programm, das im weiteren Verlauf mit gleich zwei Medleys, den „Musical Milestones“ und „The Beatles“, aufwartete. Da waren die Musiker in ihrem Element. Sie musizierten frisch und stilsicher, mal mit ruhig fließenden Tonfolgen, dann wieder mit fetzigem Drive. Dazwischen glänzte Stabsfeldwebel Ralf Huber in „All by Myself“ von Eric Carmen mit brillanter Fingertechnik, herrlich weichen Flügelhorntönen und strahlend leuchtender Trompete. „Yesterday“ stattete Stabsfeldwebel Reinhard Knopp mit zauberhaften Girlanden ornamentreich aus. Ein weiteres Glanzlicht setzten vier steppende Klarinettistinnen im Dress der 1930er-Jahre, mit dem „Bugatti-Step“. Fulminanter Schlusspunkt war der mit Routine und Brillanz strahlend intonierte Marsch „In Treue fest“, der zur stehend gespielten und mit Hackenschlag beendeten Nationalhymne überleitete.

 

Hohenzollerische Zeitung vom 19.11.2016, Hechingen

"Heeresmusikkorps 10 spielt für SKM-Zollern"

 

Das Heeresmusikkorps 10 aus Ulm gastiert am Donnerstag, 17. November, für den SKM-Zollern im Hechinger "Museum". 

Ausgewählte Blasmusikm von einem Orchester mit internationalem Ruf serviert der Betreuungsverein SKM-Zollern beim Benefizkonzert am Donnerstag, 17. November, im Hechinger „Museum“. Bei freiem Eintritt (Spenden erhofft) ist das Heeresmusikkorps 10 aus Ulm ab 19.30 Uhr in der Stadthalle zu erleben. Präsentiert wird ein Programm vom traditionellen Marsch über Festliches und Feierliches bis zu Melodien aus Pop und Rock. Zum 30. Geburtstag bringt der SKM einen ausgewiesenen Hörgenuss in die Zollernstadt. Wilfried Neusch und sein Team hoffen denn auch, dass sie nach den „Kächeles“ jetzt das „Museum“ proppenvoll bekommen. Eingeladen ist die gesamte Bevölkerung. Die Lebenshilfe serviert Häppchen.

Hohenzollerische Zeitung vom 14.11.2016, Hechingen